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Bleileitungen im Haus - was tun?

Die gute Qualität des Hamburger Trinkwassers kann durch Installationsmaterialien aus Blei beeinträchtigt werden. Bei der ständigen Aufnahme kleiner Bleimengen kann es zu einer chronischen körperlichen Belastung kommen. Insbesondere junge Frauen und werdende Mütter sollten sich über die Wasserinstallationen in ihrem Wohnhaus informieren und sich vor der Aufnahme von Blei schützen. Denn das kindliche Nervensystem reagiert besonders empfindlich auf Blei, dadurch kann die Intelligenzentwicklung eines Kindes negativ beeinflusst werden. Blei als Installationsmaterial ist in Hamburg bis etwa 1970 verwendet worden und ist immer noch in vielen Hamburger Häusern zu finden.

Sicheren Aufschluss über die Belastung des Trinkwasser mit Blei gibt nur eine Messung der Bleikonzentration. Diese Messungen führen zugelassene Trinkwasseruntersuchungsstellen und Lebensmittelchemiker durch und kostet etwa 40-60 Euro. Kostenlos wird dieses von den Hamburger Wasserwerken durchgeführt, wenn werdende Mütter oder Kinder bis zu einem Alter von einem Jahr in dem betreffenden Haushalt wohnen.

Der Grenzwert für Blei
Der Grenzwert für Blei beträgt seit dem 1.Dezember 2003, 25 Mikrogramm/Liter und ist in der Trinkwasserverordnung festgelegt. Erwachsene werden so ausreichend geschützt.
Junge Frauen, Schwangere und Kinder sollten allerdings kein Wasser konsumieren, das die Konzentration von 10 Mikrogramm überschreitet.

Wasser ablaufen lassen
In über 90 Prozent aller Fälle wird die Bleikonzentration von 25 Mikrogramm unterschritten, wenn man das Trinkwasser 3-5 Minuten ablaufen lässt. Der beste Zeitpunkt für den Konsum von frischem Trinkwasser ist also nach dem Duschen oder dem Wäschewaschen. Durch das Ablaufen des Trinkwassers kann man die Aufnahme von Blei vermindern. Diese Maßnahme ist allerdings nicht ausreichend, um junge Frauen, Schwangere und Kinder zu schützen, denn der Wert von 10 Mikrogramm/ Liter wird auch in diesem Fall nicht unterschritten.





 
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